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Der perfekte Urlaub

Mein perfekter Urlaub? Da muss ich nicht lange nachdenken.

Am Meer natürlich - Nordsee vorzugsweise. Feine deutsche Küche, die typische, offenherzige Wärme der Ostfriesen und ein fast schon mediterran anmutendes Lüftchen, das stets zugegen die Nasenhaare umspielt. „Besonders geeignet für junge Familien mit Kindern“, heißt es fröhlich im Reisebüro.

Die Fahrt dorthin durch deutsche Lande ist eine Freude. Die Ankunft: luftig, locker, lässig. Wir gehen dann sofort in eine kleine Wirtschaft und essen etwas frisch gefangenes aus der See, du einen leichten weißen Wein dazu, ich bleibe bei einer kräftig, nicht sparsam, gemischten Apfelschorle, schließlich möchte ich bei Sinnen bleiben, den Abend, ja sogar den Moment, in vollen Zügen, ohne ethanole Ablenkung genießen können. Ein Kellner kommt vorbei und geleitet uns nach draußen, die Rechnung zerknüllt er lachend in seiner Hand und wirft sie, in die schon fast leere Bouillon-Schüssel eines traurig dreinblickenden Ehepaares – Unglück hat hier im Norden nichts zu suchen, sie werden gebeten zu gehen. Wir spazieren dann über ein geschichtsträchtig anmutendes Pier, die Möwen heben kleine Kinder von unglücklichen Eltern auf, fliegen mit ihnen hoch in die Lüfte und lassen sie ins Meer fallen oder picken ihnen beim Vorüberfliegen die Augen aus, auf dass sie geblendet und von selbst über die in ostfriesischer Tradition fein gedrechselten Geländer in die rauschende See stolpern - sehr zum Gefallen der Elternpaare, die nun frei von genetisch-evolutionären Fesseln ihr Leben noch einmal in vollen Zügen genießen können. „Warum nicht nächstes Jahr mal nach Schwerin oder Stieglitz“, murmeln einige, während wir sie passieren.

Vorbei an zertrümmerten Kleinkindkadavern und blinden, teils arg verstümmelten Erbberechtigten, die zuckend in ihrem Ableben allen Gräueln und Hänseleien der frühen Adoleszenz entfliehen, wandern wir den Strand entlang. Wilde Hunde laben sich an den Überresten der amorphen Masse aus Trägern lieblos gewählter Kindernamen und ein Lächeln umspielt deine Lippen - es ist ein Lächeln der Leichtigkeit. Ein Geräusch zärtlichster Küsse füllt den gesamten Strand, als Liebende jeglichen Alters schmatzend durch die rosig roten Fluten waten. Es wird kalt und dunkel, doch unsere Herzen brennen mit dem Feuer norddeutscher Leidenschaft. Wir kehren ein in unsere Gaststätte, du gönnst dir einen kleinen Kräuterlikör, ich trinke eine Schorle – ach was, ich trinke puren Apfelsaft aus einem kunstvoll in Gefässform geschnitzten Kinderkopf – schelmisch tue ich so, als würde er mir aus der Hand rutschen, sehr zur Belustigung der anwesenden Gäste. Beschwipst und ausreichend hydriert stolpern wir in unser Zimmer, den nun leeren Kinderkopf werfe ich unachtsam in die Ecke, während du beginnst langsam deine Hose aufzuknöpfen, pling, plong machen die Knöpfe und fliegen zielsicher aus dem gekippten Fenster. Ich packe meinen riesigen Sahneschwengel aus, „Tod den Kindern“ steht darauf tätowiert, unter einem lustigen Piktogramm, das sich vom Bauchnabel bis zum Schambein zieht – in Friedrichshain haben wir uns das stechen lassen, von einer ehemaligen Grundschuldirektorin namens Frau Stock, die sich mit einem Tätowierstudio selbstständig gemacht hatte. Es ist eine Nacht voller heißer Liebe und gleichermaßen kaltem, berechnendem Hass auf den Nachwuchs. „Gib mir Kindernamen“, rufst du immer wieder. Die Abreise gestaltet sich so unbürokratisch wie alles andere „hier oben“, wie wir Mitteldeutschen gerne sagen. Nach sechs Monaten dann die tolle Überraschung: Ein Glück - du bist schon wieder schwanger. Wir freuen uns natürlich sehr, heißt es doch, dass wir Dagebüll, Kleinod der Nordsee, bald wieder besuchen dürfen.

„Herr Wiegaldt, das macht dann 3500 Euro für eine Woche mit der ganze Familie, wenn sie mir dann ihre EC-Karte geben könnten“, die Mitarbeiterin des Reisebüros reißt mich schroff aus meinen Träumen. „Aber sicher, hier ist das gute Stück, hahaha“, sage ich und während sie alle weiteren Buchungen veranlasst, umarme ich liebevoll meine hochschwangere Frau und drücke unserem Jüngsten, der mich schutzbedürftig aus ihren Armen ansieht grinsend die Fontanelle bis zum Adamsapfel ein.


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leude war kleine scherz he heImpressumAngaben gemäß § 5 TMG: Max RöbelHansaring 3250670 Köln Kontakt:Telefon:+4917684 533855E-Mail:hallowiegeht@creamspeak.de Verantwortlich für den Inhalt nach§ 55 Abs.2 RStV: Max RöbelHansaring3250670 KölnHinweisaufEU-Streitschlichtung DieEuropäischeKommission stellteine Plattform zurOnline-Streitbeilegung (OS)bereit:https://ec.europa.eu/consumers/odr UnsereE-Mail-Adressefindensie oben im Impressum.